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Zinskommentar: Von Herdentrieb und Psychologie – was die Baufinanzierungszinsen im August beeinflusst

Veröffentlicht am: | Aktualisiert am: | Redaktion

+++ Draghis Worte lassen die Zinsen nach oben klettern – der Grund: viel Psychologie +++ Nordkorea-Konflikt sorgt für Nachfragehoch bei Staatsanleihen +++ Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen (Stand 16. August 2017): 1,10 Prozent +++


Wie Worte auf Zahlen wirken

Wer in den letzten Wochen die Zinsentwicklung verfolgt hat, dem wurde nicht langweilig. Kurz nach der Rede Mario Draghis, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), in Portugal gewann der Euro an Wert. Rückblickend betrachtet führten seine Aussagen auch zu einer Steigerung der Baufinanzierungszinsen – und zwar um beachtliche 35 Basispunkte. Draghi hatte angedeutet, dass sich die Eurozone in einer Phase wirtschaftlicher Konsolidierung befände. Er wies auf eine recht stabile Inflation hin und schürte damit Gerüchte um einen Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik der EZB.

Keine Neuheiten in der Eurozone, viel Interpretation

Im Prinzip sagte Draghi nichts Neues, doch stießen seine Worte auf äußerst wachsame Zuhörer. Gerade in jüngster Zeit, in der die Rufe nach Zinserhöhung und dem Stopp des Anleihekaufprogramms lauter werden, reagiert der Markt sehr sensibel auf noch so leichte Nuancierungen im Protokoll des Notenbankchefs. „Aus der heutigen Perspektive betrachtet kann man sagen, dass der Zinsanstieg vor allem auf psychologischen Aspekten und Herdentrieb beruhte“, sagt Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG. „Fundamentale, wirtschaftliche Veränderungen gab es bis heute nicht. Die EZB sorgte umgehend für die Klarstellung von Draghis Worten. Trotzdem haben viele Marktteilnehmer eine zeitnahe Zinswende prophezeit. Diese Erwartungshaltung führte in Konsequenz zu einem Zinsanstieg“, erläutert Neumann die Zusammenhänge weiter. Inzwischen habe sich der Markt beruhigt und die Zinsen seien wieder um 20 Basispunkte gefallen.

Nordkorea, Trump und die Baufinanzierungzinsen

Eine andere psychologische Motivation – nämlich die Angst vor politischen Unruhen und ihren Folgen – treibt Investoren derzeit in sichere Anlagen. Als Bollwerk in diesem Zusammenhang gelten die zehnjährigen deutschen Staatsanleihen. Der Hintergrund: Die Gefahr eines nordkoreanischen Angriffs auf einen US-Militärstützpunkt auf der Insel Guam nimmt zu. Der Präsident der USA, Donald Trump, und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un liefern sich einen verbalen Schlagabtausch nach dem nächsten. Zudem gelten beide als impulsiv, ihre Reaktionen als schwierig vorherzusagen. Infolgedessen nahm in der vergangenen Woche die Nachfrage nach deutschen Bonds zu, ihre Rendite sank. Als sich die Krise am Montag zu beruhigen schien, waren die Staatsanleihen wieder weniger nachgefragt. Viele Banken refinanzieren Immobiliendarlehen mit langfristigen Anlagen wie Staatsanleihen oder Pfandbriefen. Deshalb beeinflusst deren Entwicklung auch die Baufinanzierungszinsen. „Gerade in politisch oder wirtschaftlich schwierigen Situationen nimmt die Nachfrage nach als sicher geltenden Staatsanleihen zu. In Folge steigen ihre Kurse, die Renditen sinken – und damit im Endeffekt auch die Baufinanzierungszinsen“, erklärt Neumann. Derzeit zeigt sich kein Trend nach unten, allerdings eine erhöhte Volatilität. Der Bestzins von Immobiliendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung beträgt 1,10 Prozent.

Tendenz

Kurzfristig: schwankend seitwärts
Langfristig: steigend

Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Die Dr. Klein Privatkunden AG ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und seit über 60 Jahren erfolgreich am Markt etabliert. Angefangen in der Vermittlung von Finanzierungen in der kommunalen Wohnungswirtschaft in Lübeck baut Dr. Klein seine Expertise kontinuierlich aus und ist mittlerweile deutschlandweit mit rund 550 Beratern vor Ort an über 200 Standorten bundesweit vertreten. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten nachhaltig, allumfassend und verständlich in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung, Ratenkredit oder Geldanlage. Dank kundenorientierter Beratungskompetenz und vertrauensvollen Beziehungen zu rund 300 Kredit- und Versicherungsinstituten sichert Dr. Klein seinen Kunden stets den einfachsten Zugang zu individuellen Finanzlösungen. Dafür wird das Unternehmen immer wieder ausgezeichnet. Zuletzt zum dritten Mal in Folge als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und mit dem „Deutschen Fairnesspreis“. Dr. Klein ist eine 100%-ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

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Dr. Klein Trendindikator Baufinanzierung 07/2017: Baudarlehen im Schnitt etwas teurer, Forward-Darlehen bleiben auf Vormonatsniveau

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+++ Standardrate steigt weiter geringfügig an +++ Beleihungsauslauf leicht rückläufig +++ Tilgungssatz und Darlehenshöhe auf Vormonatsniveau +++ kaum Veränderungen bei Annuitätendarlehen und Forward-Darlehen +++

Lübeck, 10. August 2017. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, berichtet über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Baufinanzierung anhand der Ergebnisse des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB).

Durchschnittliche Monatsrate etwas höher, andere Parameter konstant

Im Juli zahlen Kreditnehmer für Baufinanzierungen etwas mehr: Die durchschnittliche Monatsrate für ein Darlehen von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihungsauslauf und zehnjähriger Sollzinsbindung steigt um drei Euro auf 461 Euro. Das ist der höchste Mittelwert seit Februar 2016, der aber immer noch auf einem niedrigen Niveau liegt: Bis Oktober 2014 betrug die Monatsrate mehr als 500 Euro, Ende 2013 über 600 Euro.

Die Darlehenshöhe verändert sich im Juli nicht, sondern beläuft sich wie im Vormonat auf 201.000 Euro. Auch der Tilgungssatz (2,84 Prozent, im Juni 2,86 Prozent) und der Beleihungsauslauf (79,34 Prozent, 0,08 Prozentpunkte weniger als im Juni) sind relativ konstant.

Wenig Bewegung bei Darlehensarten

Die Nachfrage nach Annuitätendarlehen geht im Vergleich zum Juni zwar zurück, aber nur marginal. Mit 77,47 Prozent bleibt der Wert auf Rekordhöhe. Wenig Bewegung ist auch bei den Forward-Darlehen festzustellen. Ihr Anteil steigt um 0,1 Prozentpunkte auf 11,49 Prozent. Das lässt den Rückschluss zu, dass Kreditnehmer auf weiterhin niedrige Bauzinsen vertrauen. Nur gut jeder zehnte Anschlussfinanzierer nutzt die Möglichkeit, sich mit dem so genannten Forward-Aufschlag die jetzigen Zinsen lange im Voraus festzuschreiben. Im Februar dieses Jahres war noch fast jede fünfte Finanzierung ein Forward-Kredit.

Die KfW-Darlehen sind nach wie vor für immer weniger Immobilienkäufer interessant. Machte ihr Anteil bis Ende 2014 noch einen zweistelligen Prozentsatz aus, sinkt er sukzessive auf immer neue Rekordtiefs – aktuell sind es 6,41 Prozent. Darlehen mit variablen Zinssätzen spielen mit 0,9 Prozent auch im Juli nur eine statistische Nebenrolle.

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Zinskommentar: Draghi sorgt für Unruhe und für leichten Anstieg der Baufinanzierungszinsen

Veröffentlicht am: | Aktualisiert am: | Redaktion

+++ EZB hält vorerst an expansiver Geldpolitik fest, gibt jedoch vorsichtige Hinweise hinsichtlich Kurswechsel +++ Draghi hatte zuvor für Unruhe am Markt gesorgt +++ Bauzinsen leicht erhöht +++ Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen (Stand 19. Juli 2017): 1,09 Prozent +++

EZB-Chef sorgt mit Aussagen für Überraschung am Markt

Ende Juni hatte Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) den Markt aufhorchen lassen. Er wies im Rahmen einer EZB-Konferenz in Portugal auf die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone hin. Auch die Inflation befände sich auf einem guten Weg. Ein leichtes Nachgeben wäre nur temporär. Darauf sanken die Kurse der Staatsanleihen und der Euro reagierte mit einem Anstieg. „Draghi hat in seiner Ansprache den Fokus auf die Konsolidierung gelegt, nicht auf das Entwicklungspotenzial. Das hat den Tenor seiner Aussage verändert und deshalb den Markt erstaunt. Und derartige Überraschungen haben für den jüngsten Zinsanstieg gesorgt“, sagt Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG. „Das haben wir zum letzten Mal nach der USWahl gesehen. Nun reagierte der Markt mit einer Erhöhung um rund 30 Basispunkte bei den zehnjährigen Bundesanleihen“, so Neumann weiter.

Ergebnisse der EZB-Sitzung am 20. Juli – keine Erhöhung des Leitzinses in 2017

In ihrer Sitzung am Donnerstag wies die EZB erneut auf die stabile wirtschaftliche Lage in Europa hin und gab weitere vorsichtige Signale, dass ein langsamer Ausstieg aus der ultralockeren Zinspolitik möglich sei. „Ich rechne nicht damit, dass die EZB die Zinsen noch in diesem Jahr erhöht. Mario Draghi hat durchblicken lassen, dass eine Erhöhung des Leitzinses erst nach dem Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm zu erwarten ist. Dieses läuft noch bis mindestens Dezember 2017“, kommentiert Neumann. Die EZB hielt an ihren bisherigen Maßnahmen fest und erhöhte weder den Leitzins, noch senkte sie den Strafzins. Auch der Rahmen des Anleihekaufprogramms von monatlich 60 Milliarden Euro bleibt der gleiche.

Deutsche Staatsanleihen im Aufwind

Seit Ende Juni stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen in der Spitze um 0,35 Prozent. Ihr Allzeit-Tief verzeichnete sie im Juli 2016 nach dem überraschenden Ausgang des Brexit-Votums. Hier lag die Rendite kurzzeitig unter null. Die EZB erhöht durch ihre Anleihekäufe künstlich die Nachfrage, dadurch sinkt die Rendite der Staatsanleihen. „Durch einen Rückzug aus dem Anleihekaufprogramm entstünde wieder ein echter Markt, auf dem niemand interveniert“, erläutert Neumann. „Wenn die EZB als Käufer ausscheidet, sind grundsätzlich fallende Kurse und steigende Renditen der Staatsanleihen zu erwarten. Doch das wird nicht von heute auf morgen geschehen. Die EZB ist bekannt dafür, dass sie sehr behutsam agiert. Ich rechne nicht mit einem abrupten Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm Ende 2017 und noch weniger mit einer signifikanten Leitzinserhöhung in absehbarer Zeit“, so Neumann weiter.

Baufinanzierungszinsen steigen leicht

Da Kreditinstitute langfristige Darlehen wie Immobilienkredite zum Teil mit langfristigen Anlageformen wie Pfandbriefen und Staatsanleihen refinanzieren, reagieren Zinsen für Baufinanzierungen auf deren Zinserhöhung. „Wir haben in der letzten Zeit einen leichten Anstieg gesehen. Aber die Bauzinsen werden weiterhin günstig bleiben“, prognostiziert Neumann. Immobilienkäufern rät er zu Besonnenheit: „Lassen Sie sich nicht verunsichern. Das Zinsniveau ist noch immer historisch niedrig. Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung ist oft eine der größten Entscheidungen im Leben. Natürlich spielen die Zinsen eine wichtige Rolle. Sie sollten aber nicht der Hauptgrund sein, Wohneigentum zu erwerben.“

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Gut geplant ist halb finanziert: Schneller schuldenfrei mit der richtigen Tilgung

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Lübeck, 20. Juni 2017. Die Bauzinsen befinden sich nach wie vor auf einem historischen Tiefstand. Für Bauherren, Haus- und Wohnungskäufer bedeutet das eine einmalige Chance: Eine Immobilie lässt sich derzeit so schnell und günstig finanzieren wie nie. Dr. Klein erklärt, wie angehende Immobilienbesitzer mit dem richtigen Tilgungsplan maximal von den niedrigen Zinsen profitieren.

Zins und Tilgung – wie hängen sie zusammen?

Wer ein Haus baut oder kauft und es nicht selbst bezahlen kann, leiht sich Geld und zahlt es über einen bestimmten Zeitraum an den Kreditgeber zurück. Die meisten Bauherren finanzieren ihre Immobilie über ein Annuitätendarlehen. Bei dieser Darlehensart zahlt der Kreditnehmer seiner Bank eine feste monatliche Rate, die über die gesamte Laufzeit konstant bleibt. Diese Rate setzt sich aus Zins- und Tilgungsanteil zusammen: Die Zinsen zahlt der Kreditnehmer an die Bank, mit dem Tilgungsanteil wird das Darlehen abgezahlt.

Gut geplant ist halb finanziert: Schneller schuldenfrei mit der richtigen TilgungDen Zinssatz legt die Bank zu Beginn der Finanzierung für die gesamte Dauer der ersten Finanzierungsrunde fest. Wie hoch dieser Zinssatz ist, hängt zum einen vom Marktzins und zum anderen von der individuellen Situation des Kunden ab. Wer beispielsweise von Anfang an eine höhere Tilgung wählt oder viel Eigenkapital beisteuert, profitiert von besseren Zinskonditionen. Angerechnet wird der Zinssatz immer auf die Höhe der Restschuld.

Den Tilgungssatz können Kreditnehmer hingegen selbst festlegen und damit auch die Höhe der monatlichen Rate bestimmen. Je höher die Tilgung, desto höher ist zwar die Rate, desto schneller schrumpft allerdings auch die Restschuld. Der Zinssatz und die monatliche Rate bleiben jeden Monat gleich. Da die Restschuld jedoch immer geringer wird, sinkt der Zinsanteil, während der Tilgungsanteil um dieselbe Höhe steigt. Eine hohe Tilgung bedeutet daher, dass Kreditnehmer insgesamt weniger Zinsen zahlen und schneller schuldenfrei sind.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht, wie groß der Einfluss verschiedener Tilgungssätze auf die Finanzierungsdauer ist: Ein Bauherr nimmt ein Darlehen von 140.000 Euro zu einem Sollzinssatz von 1,9 Prozent mit einer 15-jährigen Zinsbindung auf. Wählt er eine Tilgung von einem Prozent, hat er seinen Kredit erst nach über 56 Jahren abgezahlt. Bei einer Tilgung von zwei Prozent ist er bereits nach rund 35 Jahren schuldenfrei. Ein Prozent mehr Tilgung bedeutet für die Finanzierungsdauer also einen immensen Unterschied von fast 21 Jahren. Bei einer zwei Prozent höheren Tilgung sind es sogar 31 Jahre.

Annahmen: Objektwert 180.000 Euro, Darlehensbetrag 140.000 Euro, Zinsbindung 15 Jahre, fester Sollzins 1,9%

Das Beispiel zeigt, wie wichtig eine gute Beratung zum Thema Zins und Tilgung ist. „Vor allem bei Anschlussfinanzierungen verlängern Hausbanken oft einfach die bestehenden Verträge der Kunden – auch wenn darin noch eine niedrige Tilgung von unter zwei Prozent festgelegt wurde“, weiß Susanne Wolf, Spezialistin für Baufinanzierung bei Dr. Klein. „Damit verspielen die Kreditnehmer unter Umständen die Chance, Jahre oder sogar Jahrzehnte früher schuldenfrei zu sein.“ Wer sich unsicher ist, welche Tilgung für die individuelle Situation richtig ist, kann sich kostenlos und unverbindlich von den Spezialisten für Baufinanzierung bei Dr. Klein beraten lassen.

Vor- und Nachteile einer hohen Tilgung

Die Vorteile einer hohen Tilgung liegen auf der Hand. Zum einen ist das Darlehen schneller abgezahlt und Kreditnehmer zahlen insgesamt deutlich weniger Zinsen. Zum anderen belohnen viele Kreditinstitute hohe Tilgungsraten mit besseren Zinskonditionen. Bei der derzeitigen Zinslage empfiehlt Susanne Wolf daher eine Tilgungsrate von mindestens zwei Prozent. Denn: „Kreditnehmer, die jetzt eine hohe Tilgung wählen, sind für eine Anschlussfinanzierung bestens gerüstet. Aufgrund der hohen Tilgung ist ihre Restschuld geringer als bei einer niedrigen Tilgung – und etwaige Zinserhöhungen fallen somit weniger ins Gewicht.“

Doch egal wie attraktiv die Zinsen gerade sind, bei der Frage, welche monatliche Rate sich Kreditnehmer leisten können, hilft nur ein ehrlicher Blick ins Portemonnaie. „Ein Haus kostet mehr als nur den Baukredit“, erklärt Susanne Wolf. „Angehende Immobilienbesitzer müssen auch Nebenkosten wie Notar- und Maklergebühren, Grunderwerbsteuer und laufende Kosten für Arbeiten am Haus bedenken. Die Tilgung darf nicht so hoch gewählt werden, dass für zusätzliche Kosten wie eine kaputte Waschmaschine oder Renovierungsarbeiten keine Reserven mehr übrig sind.“

Hohe Tilgung oder Sondertilgung?

Wer eine Baufinanzierung abschließt, hat die Möglichkeit, Sondertilgungen zu vereinbaren. Damit können Kreditnehmer außerplanmäßige Zahlungen leisten und ihr Darlehen so deutlich schneller zurückzahlen. In der Regel erhöhen Banken bei Sondertilgungsoptionen jedoch den Sollzins – und das über die gesamte Dauer der Sollzinsbindung hinweg, also mehrere Jahre lang. Wählen Kreditnehmer einen Vertrag mit dieser Option und nutzen sie dann nicht, haben sie daher unnötige Zusatzkosten. Auch für Sondertilgungen gilt: Kreditnehmer sollten ehrlich zu sich selbst sein und realistisch kalkulieren. Eine sinnvolle Alternative zur Sondertilgung kann eine hohe Tilgungsrate mit langer Sollzinsbindung von mindestens 20 Jahren sein. Bauherren reduzieren so das Zinsänderungsrisiko und profitieren von den aktuell niedrigen Zinsen für einen langen Zeitraum. Gegen einen Zinsaufschlag bieten viele Banken zudem die Möglichkeit eines Tilgungswechsels an.

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Niedrige Baufinanzierung Konditionen rechtzeitig sichern

Veröffentlicht am: | Aktualisiert am: | Redaktion

Die Kreditnehmer, die vor sieben oder acht Jahren Baufinanzierungen abgeschlossen haben, schauen teilweise mit Neid auf diejenigen, die gerade in Zeiten der fast schon historisch niedrigen Zinsphase Baufinanzierungen abschließen. Dies ist auch verständlich, den zwischen den Baufinanzierungskonditionen von damals und heute können bis zu 5,00% liegen.

Dies ist enorm viel. Bei einem Finanzierungsvolumen von 200.000 Euro bedeuten 2,00% Unterschied eine Zinsersparnis von ca. 4.000 Euro pro Jahr. Bei einer Hochrechnung auf die Zinsbindungsdauer von 10 Jahren sind das bereits deutlich über 30.000 Euro, die eingespart werden können. Gleichzeitig wächst aber auch Angst vor den steigenden Zinsen. Gerade die Kreditnehmer, bei denen die Zinsbindung in zwei oder drei Jahren ausläuft, befürchten nicht mehr in den Genuss der niedrigen Zinsen kommen zu können. Es ist bereits heute abzusehen, dass die Zinsen steigen werden. Niemand kann natürlich sagen, wie schnell und wie steil – aber dies wird sich mit Sicherheit auch an den Baufinanzierungskonditionen bemerkbar machen. Um den günstigen Augenblick für die Zinssicherung für die nächste Zinsfestschreibungsphase zu sichern, eignet sich ein Forward-Darlehen hervorragend. Dabei wird ein Darlehensvertrag abgeschlossen, dessen Auszahlung erst in Zukunft (beispielsweise in zwei bis drei Jahren) stattfinden soll. Bis dahin fallen keine Kosten an. Mit der Auszahlung des Forward-Darlehens wird die alte Baufinanzierung abgelöst bzw. umgeschuldet.

Die Zinsen für ein Forward-Darlehen, dass in zwei bis drei Jahren ausbezahlt werden soll, sind sehr lukrativ und beinhalten nur einen geringen Aufschlag zu den aktuellen Baufinanzierungskonditionen. Im Hinblick auf mögliche Zinssteigerungen ist dies eine hervorragende Möglichkeit, um sich die günstigen Baufinanzierung Konditionen langfristig zu sichern.

Zinskommentar: Fed erhöht Leitzins – Bauzinsen pendeln sich bei Ein-Prozent-Marke ein

Veröffentlicht am: | Aktualisiert am: | Redaktion

+++ Fed erhöht den US-Leitzins auf eine Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent +++ EZB gibt minimale Hinweise auf Kursänderung +++ Bauzinsen bleiben nahezu konstant +++ Bestzins für zehnjährige Hypothekendarlehen (Stand 13. Juni 2017: 1,06 Prozent) +++

Fed erhöht US-amerikanischen Leitzins leicht auf eine Spanne zwischen 1,0 und 1,25 Prozent

Janet Yellen, Chefin der amerikanischen Notenbank (Fed) ist keine Freundin von Überraschungen. Ihre Zinsschritte kündigt sie stets lange im Voraus an. So auch dieses Mal. Die Fed gibt auf ihrer Sitzung vom 14. Juni bekannt, die Spanne für den amerikanischen Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf 1,0 bis 1,25 Prozent zu erhöhen. Damit setzt sie ihre bekannte, immer wieder bestätigte Strategie fort und reagiert auf die wirtschaftliche Erholung sowie das damit verbundene Wachstum in den USA. „Janet Yellen hat sich für einen minimalen Zinsschritt entschieden“, sagt Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG. „Die Zinsen bleiben damit jedoch weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Auch für den Rest des Jahres 2017 rechne ich nicht mit großen Zinssprüngen in den USA. Die Fed wird ihre bedachte Geldpolitik fortsetzen. Auf die Bauzinsen hat die Entscheidung der Fed keine Auswirkungen. Denn: Für den der Markt kommt die Erhöhung nicht überraschend, er hat sie bereits eingepreist“, so Neumann weiter. Präsident Donald Trump hat laut Zeitungsberichten indes zwei Kandidaten für das Direktorium der Fed berufen. Beide gelten als Vertreter einer sehr restriktiven Geldpolitik. Sollten diese Personalien bestätigt werden, dürften tendenziell schnellere Zinsanhebungen zu erwarten sein.

Leise Hinweise auf Kurskorrektur bei der EZB

Neuigkeiten von der Europäischen Zentralbank (EZB) waren auf der Sitzung vergangene Woche in Tallinn zu vernehmen. Zwar gab Mario Draghi keine grundlegende Änderung seiner lockeren Geldpolitik bekannt. Doch nachdem auf den letzten Sitzungen keinerlei Indizien für einen Wandel zu vernehmen waren, gab es nun erstmals ein minimales Anzeichen dafür beim Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung. Durch das Weglassen einer Formulierung in ihrer Erklärung zur zukünftigen Entwicklung schließt die EZB eine erneute Senkung des Leitzinses aus. Die Leit- und Strafzinsen bleiben weiter konstant. Auch die Rahmendaten des Anleihekaufprogramms bis Ende Dezember werden nicht verändert. „Ich habe auf der Sitzung vergangene Woche viele Hinweise wahrgenommen, dass innerhalb der Europäischen Union nicht mit einer schnellen Zinswende zu rechnen ist“, fasst Neumann seinen Eindruck der EZB-Sitzung vergangenen Donnerstag zusammen.

Dafür spricht auch, dass die europäische Inflationsrate weiterhin unter dem angestrebten Niveau von nachhaltigen 2,0 Prozent bleibt. Die deutsche Inflationsrate sinkt im Mai von 2,0 Prozent auf 1,5 Prozent. Die Bundesbank stuft die Zielmarke der EZB sogar bis 2019 als nicht erreichbar ein. „Auch aufgrund der Entwicklung der Inflation, respektive der Kerninflation, ist der Druck auf die EZB nicht gerade groß, die Zinsen zügig anzuheben“, sagt Neumann weiter.

Überraschungen bei den Wahlen in Großbritannien und Frankreich und ihre Auswirkungen

Wenn die Notenbanken auch wenig Überraschendes bieten, so sind doch Wahlausgänge immer wieder für selbiges gut. Theresa May, die Premierministerin von Großbritannien, hatte – beflügelt von ihren Umfragewerten – Neuwahlen anberaumt. Der Hauptgrund: Sie wollte auf einen starken Rückhalt im Parlament für ihren harten Brexit-Kurs zählen können. Doch die Briten entschieden anders. Mays konservative Partei geht schwächer aus der Wahl heraus als hinein. Über einen weichen Brexit sprechen die konservativen Tories mit oppositionellen Labor-Vertretern. Theresa May bleibt dabei außen vor. Diese undurchsichtige Gemengelage und die unklaren Mehrheitsverhältnisse sorgen weiterhin für Unruhe. Eine geschwächte Premierministerin und die damit einhergehenden Verzögerungen bei den Brexit-Verhandlungen haben eine längere Periode der Unsicherheit am Markt zur Folge.

In Frankreich konnte Präsident Emmanuel Macron die erste Runde der Parlamentswahlen als klaren Sieg für sich und sein neu initiiertes Bündnis „La République En Marche“ verbuchen. Mehr als 28 Prozent der Stimmen entfallen darauf. Die Franzosen zollen ihrem neuen Präsidenten in der ersten Runde der Wahl hohes Vertrauen und entziehen es gleichzeitig den etablierten Parteien. Am Sonntag wird sich zeigen, ob das Ergebnis bestätigt wird und es somit für die absolute Mehrheit reicht. Damit hätte Macron freie Fahrt für seine Reformen, was sich am Markt positiv widerspiegeln würde.

Baufinanzierungszinsen bleiben nahezu konstant

„Ende Mai und Anfang Juni haben wir nur leichte Veränderungen bei den Baufinanzierungszinsen gesehen. Der Bestzins für zehnjährige Sollzinsbindungen pendelt sich um die Ein-Prozent-Marke ein“, kommentiert Neumann die Zinsstände des letzten Monats. „Momentan sehe ich auch keinen Grund, warum es einen abrupten Anstieg geben sollte – auch wenn ich auf lange Frist mit moderat steigenden Zinsen rechne“, so Neumann weiter.

Tendenz

Kurzfristig: schwankend seitwärts
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Immobilienkredite im Mai: Annuitäten-Darlehen gefragt wie nie zuvor

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+++ Standardrate unverändert +++ Darlehenshöhe steigt +++ Beleihungsauslauf etwas höher +++ Rekordwert für Annuitäten-Darlehen, Flaute für Forward-Darlehen +++

Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, berichtet über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Baufinanzierung anhand der Ergebnisse des Dr. Klein Trendindikators Baufinanzierung (DTB).

Standardrate bleibt gleich, Darlehenssumme wieder knapp unter der 200.000-Euro-Marke

Darlehensnehmer finden im Mai ähnliche Finanzierungsbedingungen vor wie im April: Die Bauzinsen bewegen sich marginal seitwärts und die gemittelte Standardrate für einen Baukredit von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihungsauslauf und zehnjähriger Sollzinsbindung beträgt wie im Vormonat 456 Euro. Die Darlehenshöhe steigt erneut um 2.000 auf nun 199.000 Euro – einen Durchschnittswert, der im letzten Jahr vier Mal erreicht, bislang aber noch nie überschritten wurde.

Nachfrage nach Forward-Darlehen stark rückläufig

Nachdem im Februar noch fast jede fünfte Finanzierung ein Forward-Darlehen war – ein Rekordhoch –, flaut die Nachfrage im Mai weiter stark ab: Der Anteil dieser Art der Anschlussfinanzierung sinkt auf 12,76 Prozent und damit auf den geringsten Wert seit April 2015. Parallel wächst die Beliebtheit von klassischen Annuitätendarlehen weiter und weiter: Noch nie zuvor betrug der Wert die jetzigen 76,11 Prozent. Die Sollzinsbindung verringert sich im Vergleich zum April um einen Monat auf rund 13 Jahre und sechs Monate und bleibt damit seit gut einem halben Jahr relativ konstant.

Beleihungsauslauf steigt, bleibt aber noch unter 80 Prozent

Der Beleihungsauslauf, der den fremdfinanzierten Anteil des Immobilienwertes bezeichnet, nimmt im Mai um über zwei Prozentpunkte auf 79,89 Prozent zu. Darlehen mit einem Beleihungswert unter 80 Prozent gelten als äußerst solide finanziert, was Kreditgeber oft mit einem Zinsabschlag honorieren. Kreditnehmer investieren nach wie vor in eine hohe Tilgung. Sie beträgt im Mai 2,89 Prozent und liegt damit geringfügig über dem Satz im April (2,87 Prozent). Der langfristige Rückblick zeigt: Seit Mitte 2015 bewegt sich der Tilgungssatz konstant über 2,8 Prozent.

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Zinsumfeld bleibt für Immobilienkäufer günstig

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(München, 1. Juni 2017) Nach stärkeren Konditionsschwankungen im Frühjahr bewegen sich die Zinsen für Immobilienkredite seit Mitte Mai stabil seitwärts. Wie eine Auswertung von Interhyp unter mehr als 400 Kreditinstituten und Versicherungen zeigt, liegen die Bestkonditionen für zehnjährige Darlehen Anfang Juni bei knapp unter 1,3 Prozent. Die Mehrheit der Immobilienkäufer kann aktuell zu Zinssätzen um 1,5 Prozent finanzieren. „Aber auch bei Zinsfestschreibungen von 20 Jahren profitieren Immobilienkäufer vom anhaltend günstigen Marktumfeld: Trotz der höheren Renditen für langlaufende Rentenpapiere liegen die Bestkonditionen für 20-jährige Immobilienkredite noch unter 2 Prozent“, erläutert Jörg Utecht, CEO von Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen, der Interhyp Gruppe.

Laut Interhyp bewegen sich die Bestsätze für fünfjährige Darlehen bei 0,8 Prozent und im Durchschnitt knapp unter der 1 Prozent-Marke. Die Bestkonditionen für 15-jährige Darlehen beginnen aktuell bei rund 1,6 Prozent und die Bestsätze für 20-jährige Kredite bei rund 1,9 Prozent. „Obwohl sich einige Konjunkturdaten in Europa in den vergangenen Monaten sukzessive verbessert haben, flutet die EZB die Märkte weiterhin mit billigem Geld. Aktuell halten sich die Notenbanker trotz der Annäherung an die Zielinflation alle Optionen offen, um weitere geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen“, sagt Utecht. Laut Interhyp ist langfristig jedoch mit leicht steigenden Zinsen zu rechnen.

Brexit lässt Baufinanzierungszinsen in Deutschland ein weiteres Mal auf einen neuen Tiefststand sinken

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Lübeck, 15. August 2016: Die erste Sitzung nach dem Brexit-Votum hat gezeigt, dass die europäische Zentralbank (EZB) weiterhin abwartend agiert und an ihrer bisherigen Geldpolitik festhält. Der Leitzins bleibt bei null Prozent. Auch die amerikanische Zentralbank hat eine Erhöhung des Leitzinses auf ihrer letzten Sitzung zunächst ausgeschlossen. Die Baufinanzierungszinsen sinken weiter und haben einen neuen Tiefstwert erreicht. Anfang August lag der Bestzins bei 0,78 Prozent und erreichte somit einen erneuten Tiefststand.

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Langfristige Folgen des Brexit-Votums sind abzuwarten

Der erste Schock nach dem überraschenden Brexit-Votum vom 23. Juni ist verdaut und die Lage an den internationalen Finanzmärkten hat sich ein wenig entspannt. Das britische Pfund ist weiterhin auf einem niedrigen Stand, jedoch hat sich der Dax nach einer kurzen Talfahrt wieder eingependelt. Da ein EU-Austritt aber ein Novum ist, möchte die EZB weiterhin abwarten. Auf ihrer jüngsten Sitzung vom 21. Juli hat sie daher entschieden, an ihrer bisherigen Geldpolitik festzuhalten und den Leitzins von null Prozent beizubehalten. Der Strafzins für Banken, die ihr Geld bei der EZB einlagern, liegt nach wie vor bei 0,4 Prozent. Das Kaufprogramm für die Unternehmensanleihen soll mindestens bis März 2017 fortgeführt werden, eine Verlängerung schließt EZB-Chef Draghi nicht aus. Er betont, dass in der gegenwärtigen Situation eine genaue Abschätzung der Lage erforderlich ist und man keine voreiligen Schlüsse ziehen solle. Die momentane Datenlage sei noch nicht ausreichend, um die Konsequenzen des Brexit auf die Finanzmärkte genauer abschätzen zu können. Sobald eine genaue Bewertung möglich sei, werde eine Anpassung der Geldpolitik an die allgemeine Wirtschaftslage vorgenommen. Die EZB werde dann versuchen, eventuelle negative Auswirkungen des Brexit auf den Finanzmarkt auszugleichen und dafür alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen. Die nächste Sitzung der Europäischen Zentralbank am 8. September wird somit mit Spannung erwartet.

Fed nimmt leicht optimistische Haltung ein
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat auf ihrer Sitzung vom 27. Juli ebenfalls beschlossen, den Leitzins nicht anzuheben. Seit der letzten Erhöhung im Dezember 2015 schwankt der Leitzins somit weiterhin zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Dennoch ist die Stimmung optimistischer: Dies hängt vor allem mit den Kriterien Wirtschaftswachstum, Arbeitslosenquote und Inflation zusammen. Wenn sich diese Faktoren weiterhin positiv entwickeln, könnte eine Erhöhung des Leitzinses in der Dezembersitzung wahrscheinlich werden. Die Fed teilt ihre Gründe für eine jetzige Zurückhaltung ihrer Geldpolitik mit der EZB: Die Auswirkungen des Brexit auf den Finanzmarkt müssten erst abgewartet werden. Zudem ist wahrscheinlich, dass man in der Zeit vor den Präsidentschaftswahlen keine großen Veränderungen vornehmen möchte, um die Wirtschaft und auch die Stimmung im Volk nicht zu sehr zu beeinflussen. Dennoch wird die Sitzung am 21. September eine Prognose geben können, wie sich der politische Geldkurs der amerikanischen Zentralbank in Zukunft verhält.

Einzig die Bank of England versuchte am 4. August, mit ihrer Senkung des Leitzinses von 0,5 auf 0,25 Prozent die Stärke der negativen Auswirkungen des Brexit-Votums auf die Britische Wirtschaft ein wenig abzufangen.

Wie entwickeln sich die Baufinanzierungszinsen?

Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des Brexit auf den Hypothekenmarkt in Deutschland sind ebenfalls noch unklar. Kurzfristig können Immobilienkäufer weiterhin von den extrem tiefen Baufinanzierungszinsen profitieren. „Jedoch sollte damit nicht zu lange gewartet werden, denn sobald die Konsequenzen des Brexit auf den Finanzmarkt abzusehen sind, kann man damit rechnen, dass Draghi seine Worte in die Tat umsetzen wird“, erklärt Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG. „Dann könnten auch die Baufinanzierungszinsen wieder steigen. Bisher aber zeigt sich die deutsche Konjunktur trotz des geplanten Austritts der Briten aus der EU als robust“. Empfehlenswert scheint daher, sich jetzt eine Finanzierung mit hoher Tilgungsrate und langer Zinsbindung zu sichern. Wer bereits seit längerem eine Baufinanzierung hat, sollte jetzt über eine geeignete Anschlussfinanzierung oder ein Forward-Darlehen nachdenken.

Tendenz

Kurzfristig: schwankend seitwärts
Langfristig: steigend

Über die Dr. Klein & Co. AG

Dr. Klein ist ein internetbasierter Anbieter von Finanzdienstleistungen für Privatkunden und Unternehmen. Privatkunden finden bei Dr. Klein zu allen Fragen rund um ihre Finanzen die individuell passende Lösung. Über das Internet und an mehr als 200 Standorten beraten rund 650 Spezialisten anbieterungebunden und ganzheitlich zu den Themen Immobilienfinanzierung, Versicherungen und Vorsorge.
Schon seit 1954 ist die Dr. Klein & Co. AG wichtiger Finanzdienstleistungspartner der Wohnungswirtschaft und von gewerblichen Immobilieninvestoren. Dr. Klein unterstützt seine Institutionellen Kunden ganzheitlich mit kompetenter Beratung und maßgeschneiderten Konzepten im Finanzierungsmanagement, in der Portfoliosteuerung und zu gewerblichen Versicherungen. Die kundenorientierte Beratungskompetenz und die langjährigen, vertrauensvollen Beziehungen zu allen namhaften Kredit- und Versicherungsinstituten sichern den Kunden von Dr. Klein stets den einfachsten Zugang zu den besten Finanzdienstleistungen. Dafür wurde das Unternehmen 2014 und 2015 u.a. von Springer-Fachmedien als „vorbildlicher Finanzvertrieb“ und von n-tv mit dem „Deutschen Fairnesspreis“ ausgezeichnet. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport AG.

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Sommermärchen 2016: Rekordtief für Bauzinsen hält an

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(München, 4. August 2016) Diesen Sommer bietet sich Haus- und Wohnungskäufern ein perfektes Zinsumfeld: Die Konditionen für zehnjährige Immobiliendarlehen liegen Anfang August bei unter einem Prozent. „Baugeld ist damit so günstig wie nie seit Bestehen der Bundesrepublik“, erklärt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen. Die aktuelle Nachrichtenlage und die Einschätzungen der im Rahmen des Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragten Experten lassen erwarten, dass die Kreditbedingungen kurzfristig ausgezeichnet bleiben. Erst mittel- bis langfristig sind etwas höhere Zinsen zu erwarten.

Die Europäische Zentralbank hat bei ihrer Sitzung im Juli den Leitzins bei null Prozent belassen und eine Fortführung der expansiven Geldpolitik angekündigt. Sowohl der nahende Brexit als auch die Bankenkrise in Italien, die Präsidentschaftswahlen in den USA und die weltweit lahmende Konjunkturentwicklung drücken auf die Renditen deutscher Staatsanleihen. Denn: Viele Anleger investieren in inländische Schuldpapiere, da Deutschland wirtschaftlich seit Jahren als sicherer Hafen gilt. „Dies führt zu niedrigen Renditen bei deutschen Staatsanleihen bis in den negativen Bereich, wodurch wiederum Banken ausgegebene Kredite günstig refinanzieren können“, erklärt Goris. Vor diesem Hintergrund erwarten die monatlich im Rahmen des Interhyp-Bauzins-Trendbarometers befragten Experten in den nächsten Wochen mehrheitlich gleichbleibende Bauzinsen. Erst mittelfristig rechnen einige Experten mit etwas höheren Konditionen – etwa wenn die amerikanische Notenbank ihre Zinserhöhungen fortsetzt.

Immobilienkäufern bietet sich in diesem Sommer ein perfektes Zinsumfeld, das sie geschickt nutzen sollten. Dazu gehört trotz Billigzinsen von Anbeginn auf ein gesundes Verhältnis von Fremd- und Eigenkapital zu achten. „Ein ausreichend hoher Eigenkapitalanteil sorgt nicht nur für bessere Zinssätze, sondern schützt vor einer Überschuldung. Zudem empfehlen wir ein individuelles Darlehenskonzept, das auf den eigenen finanziellen Bedingungen aufbaut“, so Goris.

Sowohl bei der Zinsbindung als auch bei der Tilgung sollten Kreditnehmer Varianten wählen, die dem persönlichen Wunsch nach Sicherheit und Flexibilität entsprechen. Ratsam sind anfängliche Tilgungen von drei Prozent und mehr, um den Schuldenabbau zügig voranzutreiben. Wer es sicher mag und einen langfristigen Planungshorizont favorisiert, kann dies durch lange Zinsbindungen erhalten. „Diese Extraportion Sicherheit erhöht zwar die Konditionen für das Darlehen geringfügig, dies fällt jedoch angesichts historisch niedriger Zinsaufschläge kaum ins Gewicht“, weiß Goris.